Baha'i Oesterreich 
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Friday, 09. May 2008

Bahá’í-Gemeinde feiert Jubiläum

50 Jahre Österreichisches Bahá’í-Zentrum

 

Wien - Die österreichische Bahá'í-Gemeinde feiert ein bedeutungsvolles Jubiläum: Am 26.November 1955, also vor 50 Jahren, wurde das Bahá’í-Haus in Wien eröffnet. Damit erhielt die seit 1911 stetig wachsende Bahá’í-Gemeinde ein Zentrum. Dieses dient seither als Brennpunkt der Verwaltungstätigkeit der österreichischen Bahá’í-Gemeinde und soll die hohen Ideale des Glaubens und des Wirkens für die Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

 

Am Freitag, 25.November 2005, 19.30 Uhr, findet im Bahá’í-Haus in Wien (18., Thimigg. 12) ein Festakt zum Jubiläum statt, zu dem auch Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften, NGO’s und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erwartet werden. Dabei wird u.a. das soeben im Horizonte Verlag erschienene Buch „Lasst euren Blick weltumfassend sein“ – Die Geschichte der österreichischen Bahá’í-Gemeinde durch den Autor und Journalisten Alex A.Käfer vorgestellt.

 

Der Tag der offenen Tür am Samstag, 26.November, 10 – 18 Uhr, bietet Interessenten die Möglichkeit, die vielfältigen Aktivitäten der österreichischen Bahá’í-Gemeinde kennen zu lernen. Das abwechslungsreiche Programm umfasst Andachten, Vertiefung in die Botschaften der Weltreligionen, Kurse für Kinder, um ethisch hochstehendes Denken und Verhalten zu fördern, sowie die Präsentation von Projekten, welche Bahá’í in Entwicklungsländern u.a. in den Bereichen Ausbildung durchführen.

 

Am Sonntag, 27.November, 10.30 – bis 13 Uhr, trifft sich die österreichische Bahá’í-Gemeinde zu einer besonderen Jubiläumsfeier, bei der historische Film- und Tonbandaufnahmen von ‘Abdu’l-Bahá vorgeführt werden. ‘Abdu’l-Bahá (1844-1921) ist der älteste Sohn des Religionsstifters Bahá’u’lláh und dessen Nachfolger. Er hat im Zuge seiner Europa-Reise im April 1913 auch Wien besucht und hier den Grundstein für die Entfaltung der österreichischen Bahá’í-Gemeinde gelegt.

 

Hintergrundinformation

 

Der Bahá’í-Glaube ist weltumfassend. Er ist nach dem Christentum die geografisch am weitesten verbreitete Religion und sieht sich als Antwort auf die Nöte der Zeit. Die Lehren Bahá’u’lláhs (1817-1892), des Stifters der Bahá’í-Religion, dienen vor allem der Verwirklichung der Einheit der Menschheit in ihrer Vielfalt.

 

Die Bahá’í glauben an das Prinzip der fortschreitenden Gottesoffenbarung. Demnach entstammen alle Religionen der selben göttlichen Quelle, ob Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Christentum, Islam oder Bahá’í-Religion. Sie motivieren den Menschen zu Rechtschaffenheit, Nächstenliebe und Gottesliebe. Neben diesen Grundwahrheiten verkündet jeder Gottesbote auch neue Lehren. Sie entsprechen den Bedürfnissen und Problemen seiner Zeit. Die Bahá’í betrachten die tiefgreifenden Probleme unserer Zeit als Signale eines unaufhaltsamen Reifungsprozesses, der in eine gerechte Weltgemeinschaft führen soll.

 

Die Bahá’í-Religion kennt kein Priestertum und betont das selbständige Suchen nach Wahrheit. Religion und Wissenschaft, wenn sie Hand in Hand gehen, werden als die zwei mächtigsten Kräfte der Zivilisation gesehen. Die Frauen müssen in allen Bereichen der Gesellschaft als gleichberechtigte Partner anerkannt werden – nur so wird das moralische und psychologische Klima für den Weltfrieden geschaffen. Beruf und Arbeit sollen im Geiste des Dienens am Mitmenschen ausgeübt werden.

 

In Österreich hat die Bahá’í-Reliigon 1911 Fuß gefasst. 1998 erhielt die „Bahá’í-Religionsgmeinschaft Österreich“ von der Republik Österreich die staatlich eingetragene Rechtspersönlichkeit zuerkannt. Bahá’í leben heute in rund 160 Städten und Orten in allen Bundesländern.

 

Nationales Bahá'í-Zentrum

Thimiggasse 12, 1180 Wien

Tel: +43 (1) 479 11 53

E-Mail: nsa(#)at.bahai.org

 

 

Pressemappe "50-Jahre Bahá'í-Zentrum Wien" downloaden

 

Der Urheber (Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich) gestattet die Verwendung und Weiterverbreitung der Texte und Bilder ohne Veränderung unter der Bedingung der Nennung seiner Urheberschaft.

 

 

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