Baha'i Oesterreich

Factsheet - Die Bahá'í-Religion - Die jüngste Weltreligion

 

Weltweit

 

Etwa fünf Millionen Bahá'í in 235 Ländern und Territorien, geografisch die nach dem Christentum weitest verbreitete Religion. (Quelle: 1991 Britannica Book of the Year).

 

Österreich

 

1911 - erste Bahá'í in Wien, heute leben österreichweit in über 150 Orten Bahá'í. Seit 1998 ist die Bahá'í-Religionsgemeinschaft als "Religiöse Bekenntnisgemeinschaft" staatlich eingetragen.

 

Religionsstifter

 

Bahá'u'lláh, 1817-1892 (dt.: Die Herrlichkeit Gottes), Sohn eines Ministers aus persischem Adel, opferte Besitz und Freiheit. Erklärte sich 1863 als der von allen Weltreligionen Verheißene und wurde deshalb von der Regierung und der Geistlichkeit Persiens erbittert bekämpft und verfolgt. Lebte fast 40 Jahre als Gefangener im Exil, zuletzt in Bahji bei Akka, Israel. Offenbarte mehr als 100 Schriften, die im Original erhalten und bereits in rund 800 Sprachen übersetzt worden sind.

 

Glaubensgrundsätze und Ziele:

 

  • Einheit der Menschheit - alle Völker und Nationen gehören einer Familie an.
  • Ablegung jeglicher Vorurteile
  • Aufbau eines dauerhaften Weltfriedens
  • Religion als täglich gelebte innere Haltung, Ausrichtung des Lebens an geistigen und moralischen Werten
  • Eigenverantwortung für die Wahrheitssuche, es gibt keinen Klerus
  • Gleichberechtigung von Mann und Frau
  • Hohe Bedeutung der Erziehung
  • Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft
  • Anerkennung des Menschen als geistiges Wesen, Glaube an ein Leben nach dem Tod
  • Prinzip der Einheit der Weltreligionen: Gott sendet von Zeit zu Zeit Propheten, die im Wesenskern gleiche Glaubensgrundsätze verkünden, aber entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit und dem Fassungsvermögen der Menschen.

 

Andachtsstätten

 

"Häuser der Andacht" in Deutschland, USA, Indien, Samoa, Uganda, Panama und Australien- offen für Menschen aller Glaubensrichtungen.

 

Verwaltung

 

Die von Bahá'u'lláh eingesetzte Verwaltungsordnung umfasst lokale und nationale "Geistige Räte" sowie das "Universale Haus der Gerechtigkeit". Diese werden demokratisch ohne Kandidatur oder Wahlkampf von den Gläubigen auf Zeit gewählt und arbeiten nach dem Prinzip der gemeinsamen Beratung. Das Weltzentrum des Glaubens befindet sich am Berg Karmel in Haifa, Israel.

 

Finanzierung

 

Freiwillige Beiträge und Spenden ausschließlich von Bahá'í.

 

Aktivitäten

 

Die Internationale Bahá'í-Gemeinde arbeitet eng mit wichtigen UNO-Organisationen zusammen. Sie ist als nicht-staatliche Organisation ("NGO") mit beratendem Status beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) und beim Kinderhilfswerk (UNICEF) akkrediert.

Themenschwerpunkte: Menschenrechte, Umweltfragen, Ernährung, soziale Entwicklung.

Wissenschaft und Technik, Abrüstung, Friedenssicherung. Weltweit arbeiten Bahá'í-Gemeinden an sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsprojekten, Erziehungsprogrammen, Schulen u.a.

 

Der Urheber (Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich) gestattet die Verwendung und Weiterverbreitung der Texte und Bilder ohne Veränderung unter der Bedingung der Nennung seiner Urheberschaft.