36. Regionale Konferenz der Bahá’í versammelte über 4.600 Mitglieder in Frankfurt14. February 2009
Frankfurt, 10. Februar 2009 (www.bahai.de) - Mehr als doppelt so viele Teilnehmer als ursprünglich erwartet trafen sich am Wochenende im Frankfurter Kongresszentrum zur 36. von insgesamt 41 Regionalen Konferenzen, die seit dem 1. November weltweit stattfinden und auf Einladung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, der international gewählten Körperschaft der weltweiten Bahá’í-Gemeinde mit Sitz in Haifa, einberufen wurden.
Sie dienen dem Austausch von Erfahrungen, die zurzeit in allen Ländern gesammelt werden. Egal ob Afrika oder Südamerika, Australien oder Asien, überall auf der Welt setzen sich Bahá’í für Frieden und Verständigung ein. Als ein Schlüssel auf dem Weg zu einer friedlicheren Welt steht dabei die persönliche Entwicklung der eigenen Geistigkeit an oberster Stelle. Gemeinden bieten Kinderklassen und Junioraktivitäten, Andachten und Studienkreise an, um dem Mangel an Geistigkeit in unserer Gesellschaft entgegen zu wirken.
Joan Lincoln und Stephen Birkland, Mitglieder des Internationalen Lehrzentrums am Bahá’í Weltzentrum in Haifa, kamen als Stellvertreter des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und wiesen in ihren Vorträgen deutlich auf die Notwendigkeit hin, Bahá'u'lláhs Botschaft mit anderen zu teilen. Besonders bewegend für die 4.600 Teilnehmer war das Verlesen der Botschaft an diese Konferenz. Jede der 41 Zusammenkünfte erhält eine individuelle Botschaft, die die speziellen Aufgaben der zusammenkommenden Länder charakterisiert. Auf der 36. Konferenz trafen sich neben Mitgliedern der deutschen Bahá’í-Gemeinde Franzosen, Luxemburger, Belgier, Niederländer, Polen, Ungarn, Slowaken, Schweizer, Liechtensteiner, Österreicher, Kosovaren und Mazedonier in Frankfurt.
„Das war ein Ereignis, wie wir es noch nie in Deutschland hatten“, freut sich Hans Martin Noltenius, Vorsitzender des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland. Neben Vorträgen und Workshops bot das Programm auch Musikalisches. Die kulturelle Vielfalt der internationalen Bahá’í-Gemeinde spiegelte sich am Samstagabend wieder. Der deutsche Chor ‚Stimmen Bahás’ stimmte alle Anwesenden auf das zweistündige Programm ein. Ihnen folgten Jazzstücke und Volkstänze aus Tschechien, klassische Musik und Kamals Junior-Orchester. Mit viel Applaus, singend und tanzend freuten sich über dieses historische Zusammentreffen.
Für viele europäische Gäste ermöglicht die Reise nach Frankfurt auch gleichzeitig ihren ersten Besuch am Europäischen Bahá’í-Haus der Andacht in Hofheim-Langenhain. Während am Freitag vor Konferenzbeginn zu jeder vollen Stunde Gebete in den verschiedensten Sprachen im Haus der Andacht gesprochen wurden, gehörte es am Sonntag allein den über 250 Kindern. Sie beteten in ihren verschiedenen Muttersprachen und gedachten insbesondere der schwierigen Lage der Bahá’í-Kinder im Iran, wo derzeit die Verfolgung der Bahá’í massiv zugenommen hat. Krönender Abschluss des Kinderprogramms war das Aufsteigen von 250 Luftballons in den Frankfurter Himmel. |
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