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Iran – Untersuchungsbericht bestätigt Unschuld inhaftierter Bahá’í


03. November 2008


Die drei Inhaftierten: Haleh Rouhi, Raha Sabet und Sasan Taqva
Die drei Inhaftierten: Haleh Rouhi, Raha Sabet und Sasan Taqva


Dennoch sitzen drei jugendliche Bahá’í in Schiras weiterhin im Gefängnis

 

Wien/Teheran – Ein iranisches Gericht hat die Unschuld dreier jugendlicher Bahá’í bestätigt, die 2006 in Schiras mit dem Vorwurf „illegalen Lehrens des Bahá’í-Glaubens“ zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt wurden. Dennoch sitzen diese Bahá’í weiterhin in Haft.

 

Es handelt sich um Haleh Rouhi, Raha Sabet und Sasan Taqva, die in Schiras mit 50 weiteren Bahá’í – meistens Jugendliche - in einem humanitären Projekt für unterprivilegierte Schichten engagiert waren. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Activists of Iran hat nun einen bereits im Juni dieses Jahres verfassten vertraulichen Untersuchungsbericht veröffentlicht, der an den Vertreter des obersten religiösen Führers Ali Khamenei in der Provinz Fars adressiert ist. Der Bericht nimmt Stellung zu den Vorgängen in Schiras, die im Mai 2006 zu Massenverhaftungen von Bahá’í geführt hatten und schließlich im November 2007 für drei der 53 beteiligten Bahá’í eine vierjährige Haftstrafe zur Folge hatte.

 

Der Untersuchungsbericht bestätigt die Aussagen der Inhaftierten und betont: „Von Anfang an waren die Aktivitäten dieser jungen Menschen karitativ. Sie boten Kindern und Jugendlichen einmal pro Woche Unterricht an. Inhalt des Unterrichts waren Lesen, Schreiben, Zeichnen, Hygiene und ethische Werte. Weder religiöse noch politische Themen wurden erörtert. Der Bahaismus wurde nie erwähnt oder sonst wie angesprochen.“

 

„In Anbetracht dieses Untersuchungsberichtes ist es ein schreiendes Unrecht und eine skrupellose Grausamkeit, dass diese drei unschuldigen Bahá’í noch im Gefängnis sitzen“, sagte Ottilie Käfer, Pressesprecherin der österreichischen Bahá’í-Gemeinde. Sie verweist auf rigorose Haftbedingungen, wonach sich zwei der Bahá’í – Haleh Rouhi und Raha Sabet – in Isolationshaft befinden. Sasan Taqva, der vor seiner Verhaftung bei einem Autounfall eine Beinverletzung davon trug, wurde eine Zeitlang die nötige medizinische Behandlung verweigert.

 

Weitere Informationen:

 

Website der Human Rights Activists of Iran hrairan.org/Archive_87/1135.html, wo das Original-Dokument des Untersuchungsberichtes veröffentlicht wurde.

 

Für den Inhalt verantwortlich:

Büro für externe Angelegenheiten der

Bahá’í-Religionsgemeinschaft Österreich

 

Rückfragen: Ottilie Käfer, Handy 0664 3202927, E-Mail office.ea@at.bahai.org


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