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„Religionsfreiheit eines der dringendsten Menschenrechte“


01. August 2008




Österreichische Bahá’í-Gemeinde begrüßt Antrag im Parlament für Religionsfreiheit

 


Wien/New York – Im Menschenrechtsausschuss des Nationalrates haben sich kürzlich alle fünf Parlamentsparteien auf einen gemeinsamen Entschließungsantrag geeinigt. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer und internationaler Ebene verstärkt für die Verteidigung der Religionsfreiheit und für die Opfer von Verfolgungen einzusetzen. Die österreichische Bahá’í-Gemeinde begrüßt diesen gemeinsamen Entschließungsantrag.

 
„Mit großem Interesse haben wir auch der Erklärung von Staatssekretär Dr.Hans Winkler im Bundesrat entnommen, dass der Schutz der Menschen- und Minderheitenrechte ein stetes Anliegen der österreichischen Außenpolitik ist und dass in der Erklärung unter den verfolgten Minderheiten im Mittleren Osten neben Christen und Aleviten ausdrücklich auch die Bahá’í erwähnt werden", sagte Ottilie Käfer, Sprecherin der österreichischen Bahá’í-Gemeinde. Tatsächlich bleibe die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte schon vor mehr als 50 Jahren proklamierte und allen Menschen zugesicherte Religionsfreiheit weiterhin eines der dringendsten Menschenrechte, wie sie betonte.


Gezielte Brandanschläge gegen Bahá’í im Iran


Im Iran halten unterdessen die Übergriffe gegen die Bahá’í an. Gezielt werden Wohnungen und Autos von Bahá’í in Brand gesteckt, wie Bani Dugal, Hauptrepräsentantin der bei den Vereinten Nationen in New York als NGO akkreditierten Internationalen Bahá’í-Gemeinde mitteilte. „In den frühen Morgenstunden des 18.Juli ging das Haus der Familie Shakir in Kerman in Flammen auf. Wochen zuvor war deren Auto in Brand gesetzt worden und die Familie hatte Drohanrufe erhalten“, sagte Bani Dugal. Es habe in den vergangenen Monaten mindestens ein Dutzend gegen die Bahá’í gerichtete Brandstiftungen gegeben. Jüngster Vorfall: Am 25.Juli wurde das Auto eines prominenten Bahá’í in Rafsanjan in der Provinz Kerman in Brand gesteckt. Soheil Naimi, der Autobesitzer, und zehn andere Bahá’í-Familien in der Stadt hatten von einer Gruppe, die sich „Anti-Bahá’ísmus-Bewegung der Jugend von Rafsandjan“ nennt, Drohbriefe erhalten, worin es heißt, die Bewegung werde einen „Heiligen Krieg gegen die Bahá’í“ führen.

 

Sieben führende Bahá’í im Evin-Gefängnis inhaftiert


Die Übergriffe werden von den Behörden nicht ernstlich untersucht, ganz im Sinne der iranischen Führung, welche sich die Auslöschung der Bahá’í-Gemeinde im Iran zum Ziel gesetzt hat.


Bani Dugal verwies ferner auf die im März und Mai dieses Jahres erfolgte Inhaftierung von sieben führenden Bahá’í, die sich – trotz weltweiter Proteste, darunter auch von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer und sechs Friedensnobelpreisträgerinnen - noch immer im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran befinden, ohne dass eine Anklage gegen sie erhoben wurde. Weiterhin wird ihnen der Zugang zu einem Rechtsanwalt und der Besuch von Familienangehörigen verweigert.

 

Für den Inhalt verantwortlich:

Büro für externe Angelegenheiten der

Bahá’í-Religionsgemeinschaft Österreich

 

Rückfragen: Ottilie Käfer, Handy 0664 3202927, E-Mail office.ea@at.bahai.org








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