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UNO-Generalversammlung über Menschenrechtsverletzungen im Iran „tief besorgt“


21. October 2007




Resolution spricht von Folter, Steinigungen sowie zunehmender Verfolgung von Minderheiten

 

Österreichische Bahá’í-Gemeinde begrüßt Resolution

 

New York/Wien – Die UNO-Generalversammlung hat sich in einer am 18.Dezember 2007 in New York verabschiedeten Resolution „tief besorgt“ über die „anhaltenden und systematischen Menschenrechtsverletzungen“ im Iran geäußert. Die Resolution spricht von Repressionen und Verfolgungen gegen Frauen und Frauenrechtlerinnen, Medien, Gewerkschaften und verschiedene ethnische und religiöse Minderheiten einschließlich Bahá’í.

 

Die Resolution verweist auf „bewiesene Vorfälle“ von „Folter und grausamer, unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung, darunter Auspeitschen und Amputationen“, „öffentlicher Hinrichtungen durch Steinigung“ und „Verhaftungen, gewaltsame Unterdrückung und Verurteilung von Frauen, die von dem Recht Gebrauch machen, sich friedlich zu versammeln, einer Einschüchterungskampagne gegen Verteidiger von Menschenrechten von Frauen und anhaltender Diskriminierung von Frauen und Mädchen“.

 

„Angriffe gegen die Bahá’í“

 

Die Resolution beklagt auch „die zunehmende Diskriminierung und andere Menschenrechtsverletzungen gegen Personen, die religiösen, ethnischen, sprachlichen und anderen Minderheiten angehören, darunter Araber, Azeri, Baluchen, Kurden, Christen, Juden, Sufis, Sunniten und Bahá'í.

 

In Bezug auf religiöse Minderheiten berichtet die Resolution von „Angriffen gegen die Bahá'í und ihren Glauben in staatlichen Medien“ und „zunehmenden Beweisen dafür, dass die Regierung sich bemüht, die Bahá'í zu identifizieren, zu überwachen, am Universitätsstudium zu hindern, ihnen die wirtschaftliche Lebensgrundlage zu entziehen und sie willkürlich festzunehmen und zu inhaftieren.“

 

Die Resolution wurde auf der 62.Sitzung der UNO-Generalversammlung mit 73 zu 53 Stimmen und 55 Enthaltungen angenommen. In der österreichischen Bahá’í-Gemeinde zeigt man sich erleichtert über die neuerliche UNO-Resolution über die Menschenrechtsverletzungen im Iran, die, wie in allen bisherigen derartigen Resolutionen, auch von Österreich mitgetragen wurde.

 

„Die Resolution zeigt die ernsthafte Besorgnis der überwiegenden Mehrheit der UNO-Mitgliedsländer über die gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Iran,“ sagte Ottilie Käfer, Pressesprecherin der österreichischen Bahá’í-Gemeinde. Die Beobachtung der Menschenrechtslage im Iran durch die internationale Staatengemeinschaft biete verfolgten Minderheiten im Iran doch einen gewissen Schutz und verhindere jedenfalls noch Schlimmeres, ist die Pressesprecherin überzeugt.

 

Die Bahá’í zählen mit rund 300.000 Gläubigen zur größten religiösen Minderheit im Iran, die aber von der Verfassung des Landes nicht anerkannt wird. Die Religion, deren Anhänger von Anfang an massiv verfolgt wurden, wurde im 19.Jahrhundert von Bahá’ú’llah in Persien gestiftet und lehrt, dass alle Religionen von der selben göttlichen Quelle stammen. Zu den sozialen Prinzipien der Bahái zählen u.a. die Gleichberechtigung der Frau, das Recht auf Bildung aller Menschen und der Abbau von Vorurteilen. Sie setzen sich dafür ein, das Trennende zwischen den Religionen und Kulturen zu überwinden und die „Einheit der Menschheit n der Vielfalt“ zu fördern.

 

In Österreich hat diese jüngste Weltreligion 1911 Fuß gefasst, wo heute in rund 160 Städten und Ortschaften Bahá’í leben. 1998 wurde die österreichische Bahá’í-Gemeinde als staatlich eingetragene Religionsgemeinschaft mit Rechtspersönlichkeit anerkannt.

 

Für den Inhalt verantwortlich:

Büro für auswärtige Angelegenheiten der

Bahá’í-Religionsgemeinschaft Österreich

 

Rückfragen: Ottilie Käfer, Handy 0664 3202927, E-Mail otti.kaefer@tele2.at








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