Bahá’í feiern weltweit ein neues Jahr19. March 2008 Am 21. März beginnt für die Bahá’í weltweit in rund 120.000 Orten mit dem Naw-Ruz-Fest ein neues Jahr. Naw Ruz bedeutet „Neuer Tag“. Das Fest fällt mit der Tagundnachtgleiche zusammen, dem Zeitpunkt, an dem für alle Orte der Erde Tag und Nacht gleich lang sind. In der nördlichen Halbkugel geht dies mit dem Beginn des Frühlings einher. So wie sich in der Natur nach dem Winter neues Leben regt, soll sich auch der Mensch geistig erneuern und stärken, um mit frischer Kraft für das Wohl seiner Mitmenschen und der Gesellschaft zu wirken.
Diese innere Besinnung hat die neunzehntägige Fastenzeit zum Ziel, die dem Naw-Ruz-Fest vorangeht. Von 2. bis 20. März enthalten sich die Bahá’í zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang jeglicher Nahrung. Das körperliche Fasten ist dabei nur ein Symbol für die Loslösung von materiellen Dingen und die Befreiung von Abhängigkeiten. Es soll das Bewusstsein für die geistig-spirituelle Ausrichtung des Lebens schärfen und dient nicht zuletzt der Vorbereitung auf das neue Jahr.
Der Bahá’i-Kalender geht auf das Jahr 1844 zurück, als die junge Offenbarungsreligion im damaligen Persien gestiftet wurde. Heute repräsentiert die internationale Bahá’í-Gemeinde Menschen aller Nationen und Kulturen; sie bilden einen Querschnitt der Menschheit aus über 2000 Ethnien (Völkern) und mehr als 200 Ländern. In Österreich entstand bereits ab 1910 eine Bahá’í-Gemeinde.
Die Arbeit der Bahá’í bezieht ihre Inspiration aus den Schriften Bahá’u’lláhs (1817-1892), des Stifters der Bahá’í-Religion. Im Mittelpunkt steht dabei die Lehre von der Einheit der Menschheit in all ihrer Vielfalt und die Überzeugung, dass „die Völker der Welt, welcher Rasse oder Religion sie auch angehören, ihre Erleuchtung derselben himmlischen Quelle verdanken und einem einzigen Gott unterstehen.“
|
|
| « Zurück zu: News | |

