Baha'i Oesterreich 
Suche:



EU „tief besorgt über zunehmende Verletzung religiöser Freiheit im Iran“


29. March 2009




EU-Erklärung spricht von vorsätzlicher Verfolgung der Bahá’í

 

Brüssel/Wien – Die Europäische Union hat erneut ihre „tiefe Sorge über die zunehmende Verletzung religiöser Freiheit im Iran“ zum Ausdruck gebracht. In einer am 25.Mai von der EU-Präsidentschaft in Brüssel veröffentlichten Erklärung zeigt sich die EU über das Schicksal der nunmehr seit über einem Jahr im Evin-Gefängnis in Teheran inhaftierten sieben Bahá’í besorgt. Es gebe Beweise, dass die Verfolgung der Bahá’í vorsätzlich darauf abziele, die legitimen Aktivitäten der Bahá’í-Gemeinde zu unterdrücken.

 

Die EU verweist ferner auf zahlreiche Berichte über offizielle Schikanen gegen Bahá’í einschließlich willkürlicher Festnahmen, Vorladungen der Polizei und Druck auf Bahá’í, von religiösen Gemeinde-Aktivitäten abzulassen. In der Erklärung wird gleichzeitig die anhaltende Verfolgung von Christen im Iran verurteilt. Die EU fordert den Iran „dringend“ auf, religiöse Freiheit zu schützen und die Verfolgung legitimer religiöser Aktivitäten zu beenden.

 

Bei den Mitgliedern des am 14.Mai 2008 verhafteten Führungskreises, der – in Kenntnis der iranischen Behörden – die Angelegenheiten der Bahá’í-Gemeinde koordinierte, handelt es sich um Frau Fariba Kamalabadi, Herrn Jamaloddin Khanjani, Herrn Afif Naeimi, Herrn Saeid Rezaie, Herrn Behrouz Tavakkoli und Herrn Vahid Tizfahm. Frau Mahvash Sabet wurde bereits am 5.März 2008 verhaftet. Nach monatelanger Isolationshaft ohne Anklage wurden sie im Februar 2009 der „Spionage für Israel“ beschuldigt, und ein baldiger Prozess wurde angekündigt. Massive internationale Proteste von Regierungen und nicht-staatlichen Organisationen haben offensichtlich zu einer Verschiebung des Prozesses geführt. Vor kurzem sind die sieben Bahá’í allerdings mit einer neuen, bedrohlichen Anschuldigung konfrontiert, der „Verbreitung von Verderbtheit auf Erden“, was mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

 

Mit rund 300.000 Mitgliedern stellen die Bahá’í im Iran die größte, aber nicht anerkannte religiöse Minderheit im Iran.

 

Für den Inhalt verantwortlich:

Büro für externe Angelegenheiten der

Bahá’í-Religionsgemeinschaft Österreich

 

Rückfragen: Ottilie Käfer, Handy 0664 3202927, E-Mail office.ea@at.bahai.org








« Zurück zu: News
KalenderSeite druckenSitemap